Kopfschmerzen sind ein Zeichen – Mangelerscheinungen die Ursache

Der erste Gedanke bei unregelmässig auftretenden Kopfschmerzen ist oftmals jener, dass man wieder einmal zu viele Stunden vor dem Laptop, dem Fernseher oder der Konsole und zu wenig Zeit an der frischen Luft verbracht hat. Die Ursachen von Kopfschmerzen werden auch hinter Verspannungen, Überarbeitung oder einer Sehschwäche vermutet. Was viele nicht in Betracht ziehen: Die Ursachen für wiederkehrende Kopfschmerzen können Mangelerscheinungen, unter anderem einem Eisenmangel, zugrunde liegen. Dies ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn noch weitere Symptome – wie etwa Erschöpfung, Schlafstörungen oder Unkonzentriertheit – hinzukommen. Denn Kopfschmerzen bedingt durch einen Eisenmangel kommen selten allein.

Wenn über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten ein ungleiches Verhältnis zwischen dem Eisenbedarf des Körpers und der Eisenaufnahme über die Nahrung besteht, entsteht ein Eisenmangel. Die wichtigste Funktion des Eisens ist die Bildung des roten Blutfarbstoffes „Hämoglobin“. Das Hämoglobin ist dafür verantwortlich, dass der Sauerstoff von der Lunge durch die Blutgefässe in die einzelnen Organe transportiert wird. Des Weiteren zeichnet sich Hämoglobin auch für den Abtransport des Kohlendioxids aus dem Blut verantwortlich, das über die Lungen ausgeatmet wird. Ist im Körper zu wenig Eisen vorhanden, ist automatisch auch weniger Hämoglobin vorhanden, was zu einem verminderten Sauerstoffgehalt im Gehirn führt. Diese Faktoren sind auch die ausschlaggebenden Ursachen dafür, dass Kopfschmerzen ausgelöst werden.

Ob tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt, kann durch das Blutbild abgeklärt werden. Oft liegen z.B. die Hämoglobinwerte im Normalbereich und dennoch sind Symptome, die auf einen Eisenmangel hinweisen, vorhanden. Darum ist es ratsam, auch das Serumferritin, also das Speicher- und Depoteisen, zu bestimmen. Liegt dieser unter dem Normalwert, sind die Eisenspeicher im Körper nicht vollständig aufgefüllt bzw. im schlimmsten Fall komplett aufgebraucht. Je nachdem, wie sehr es dem Körper an Eisen fehlt, kann eine Ernährungsumstellung eine Auffüllung der Eisenreserven bewirken. Eine Eisentherapie ist sehr oft auch in Betracht zu ziehen. Dies entscheidet dann der behandelnde Arzt.