Gefährlich für Mutter und Kind: Eisenmangel während der Schwangerschaft

Frauen haben während der Schwangerschaft einen erhöhten Eisenbedarf. Genau genommen steigt der Eisenbedarf einer schwangeren Frau um das Doppelte – auf 30 Milligramm pro Tag – an. Aus diesem Grund ist Eisenmangel während der Schwangerschaft keine Seltenheit. Dieser kann sowohl für die Mutter als auch für das Kind negative Auswirkungen haben. Um einen Eisenmangel während der Schwangerschaft zu vermeiden und die Gesundheit der Mutter und des Kindes aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, dass die entsprechende Menge an Eisen über die Nahrung aufgenommen wird.

Eisen ist für die Mutter ein lebenswichtiges Spurenelement, das für zahlreiche Stoffwechselfunktionen, wie etwa für die Blutbildung, dringend benötigt wird. Während der Schwangerschaft muss bis zu 40 Prozent mehr Blut gebildet werden, damit Durchblutung und Entwicklung des Kindes gewährleistet sind. Entwickelt die Mutter während der Schwangerschaft einen Eisenmangel, kann die ausreichende Produktion roter Blutkörperchen nicht mehr gewährleistet werden. Die Folgen sind Appetit- und Schlaflosigkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Nervosität. Der Eisenmangel kann sich jedoch auch durch erhöhten Haarausfall, rissige Haut und brüchige Nägel äussern. Eisen spielt auch eine immens wichtige Rolle für die Gehirnentwicklung, die Sauerstoffversorgung und das Wachstum des Kindes. Zudem kann durch Eisenmangel während der Schwangerschaft das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt erhöht werden.

 

Quellen Blutbildung:

www.eisen-netzwerk.de

www.internisten-im-netz.de

www.gesundheit.gv.at/

 

Besonders anfällig für einen Eisenmangel während der Schwangerschaft sind Frauen, die mehr als ein Kind erwarten, die erst kürzlich schwanger waren, sehr schlanke Frauen und Frauen, die sich vegetarisch ernähren. Der eigene Organismus ist darauf ausgerichtet, dass das Kind seinen benötigten Eisenanteil zuerst bekommt. Bevor es also zu einer Unterversorgung des Kindes kommt, fehlt es der Mutter schon lange Zeit an Eisen. Am höchsten ist der Eisenbedarf zwischen der 8. und der 22. Schwangerschaftswoche. Wird zu diesem Zeitpunkt nicht genügend Eisen über die Nahrung aufgenommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Körper seine Eisenvorräte vollständig aufbraucht. Ist dies der Fall, besteht ein hohes Risiko, dass es im letzten Trimester der Schwangerschaft zu einem Eisenmangel kommt.

Der Eisenmangel kann zum einen durch eine Ernährungsumstellung und zum anderen durch die Eisentherapie behoben werden.