Eisenmangel bei Kindern: Die Folgen sind Entwicklungsstörungen

Für eine gesunde Entwicklung benötigen Kinder in ihrer Wachstumsphase eine ausreichende Versorgung mit Eisen. Denn Eisen nimmt auch im Körper von Kindern entscheidende Aufgaben ein: Es ist nicht nur für die Entwicklung, sondern auch für den Sauerstofftransport, für den Energiestoffwechsel und für die Leistungsfähigkeit des Körpers verantwortlich. Die Folgen von Eisenmangel bei Kindern sind Appetit- und Lustlosigkeit, Müdigkeit sowie Lern- und Konzentrationsschwächen. Weitere Merkmale, die auf einen Eisenmangel bei Kindern hinweisen, sind häufige Infektionen, brüchige Haare, rissige Fingernägel und Veränderungen an Zunge, Lippe und Mundschleimhaut. In schwerwiegenden Fällen kann ein Eisenmangel bei Kindern sogar zu Entwicklungsstörungen führen.

Die empfohlene Tagesmenge an Eisen für Kinder liegt bei ungefähr acht Milligramm am Tag. Die Gründe für einen Eisenmangel bei Kindern sind zu langes Stillen, eine späte Gewöhnung an feste Nahrung sowie eine fleischlose bzw. vegetarische Ernährung. Eltern, die ihre Kinder ausschliesslich ohne Fleisch ernähren, setzen diese der Gefahr aus, dass deren Körper zu wenig Eisen über die Nahrung zugeführt wird. Denn gerade Fleisch liefert dem Körper das wichtige und dringend benötigte Eisen. Eisen, das über pflanzliche Produkte zugeführt wird, wird vom Körper bei Weitem nicht so gut aufgenommen, wie Eisen aus Fleischprodukten. Aber auch der übermässige Konsum von Milchprodukten oder Fast Food ist häufig Auslöser eines Eisenmangels bei Kindern.

Um einem Eisenmangel bei Kindern vorzubeugen, muss bereits während der Schwangerschaft auf eine ausreichende Deckung des Eisenbedarfs geachtet werden. Ist das nicht gewährleistet, kommt es häufig zu einer Verlangsamung der Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Essentiell ist die Eisenversorgung auch im Alter von sechs bis 36 Monaten. Grund dafür ist, dass der Eisengehalt der Muttermilch in den ersten sechs Monaten nach der Geburt um etwa die Hälfte reduziert wird. Spätestens ab diesem Zeitpunkt muss also neben der Muttermilch auf die Verabreichung eisenreicher Produkte gesetzt werden. Damit sich alle Körperfunktionen gesund entwickeln können, muss auch bei Kleinkindern ab dem vierten Lebensjahr auf eine ausreichende Eisenversorgung geachtet werden; genauso wie im Alter von elf bis 14 Jahren – in diesem Alter befinden sich Mädchen und Jungs mitten in der Pubertät. Mädchen haben durch das Einsetzen der Monatsblutung und dem damit verbundenen Eisenverlust einen zusätzlichen Bedarf an Eisen. Aber auch Jungs benötigen nun mehr Eisen – der Grund dafür ist die starke Zunahme an Muskelmasse.

Sollten sich oben genannte Symptome bemerkbar machen, ist es wichtig, auch bei Babys, Kindern und Jugendlichen einen Eisenmangel in Erwägung zu ziehen und einen Arzt aufzusuchen. Denn ein Eisenmangel bei Kindern darf keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. Der Arzt kann diesen anhand des Blutbildes diagnostizieren und eine Ernährungsumstellung oder eine Therapie festlegen. Etwa durch Nahrungsergänzungsmittel oder Eisenmedikamente kann ein Eisenmangel beseitigt werden. Allerdings kann es sehr lange dauern, bis alle Eisenspeicher im Körper wieder vollständig aufgefüllt werden und die Symptome zurückgehen. Die beste Medizin ist also, einem Eisenmangel bei Kindern durch eine eisenreiche Ernährung vorzubeugen.